Bestimmungsfragen (Determination) > Knifflige Determination (Difficult determination)

Gnaphoside vom Mt Lozére => Poecilochroa variana

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Anette Fürste:
Sorry, Werner, leider habe ich bei dieser Gattung keine Erfahrung. Ich finde allerdings, dass die Beschreibung der Uni Bern auch gut auf deine Spinne passt. Vielleicht kennt sich ja noch jemand anders mit der Gattung aus. LG, Anette

Arno Grabolle:
Tolles Tier Werner!

Jetzt sehe ich, dass ich zwar schon alle möglichen P.-Arten gefunden habe, aber scheinbar noch nie P. variana. So rotbraun waren meine Exemplare vorne nie und die Opisth.-Zeichnung ist auch ganz anders.

Die Epigyne entspricht nicht ganz der Zeichnung von Roberts. Aber das muss nicht heißen, dass sie es nicht ist. Auch die Genitalien variieren. Aber dass die Eingangsgruben bei deinem Exemplar nur einer verschmolzen sind ... leider sind einfach zu wenig Arten der Gattung in den SpiEu dargestellt. So kann man sich kaum sicher sein.

Arno

Anette Fürste:
Hallo Arno,
aber bei der Epigynenzeichnungn von Roberts sind doch die Eingangsgruben (falls du die beiden runden Strukturen meinst) auch nicht verschmolzen. Und die Struktur dazwischen scheint mir auch in der Zeichnung nicht getrennt.
Vielleicht habe ich dich aber auch mißverstanden.
LG, Anette


Werner Oertel:
Hallo Anette und Arno,
Danke!
Ich habe spaßeshalber die Epigyne nochmal im trockenen Zustand fotografiert.
VGr Werner

Arno Grabolle:
Ja, ich habe mich etwas irreführend ausgedrückt. In Roberts Zeichnung sind zwei deutlich getrennte Gruben am hinteren Rand der Epigyne zu erkennen. Er (Roberts) hat in den „Gnaphosid Genera of the World“ noch einmal eine Zeichnung der Art hinterlassen (S. 291, Band 2), auf der das auch so ist. Auch die Vulva hat eine etwas andere Struktur: Die großen Samentaschenerweitern sich erst hinter den runden Strukturen hinter den Gruben. Bei Werners Exemplar entspringen die Samentaschen sofort an bzw. neben der großen, zusammenhängenden Grube.

Ich bin skeptisch, ob wir das der gleichen Art zuordnen können.

Auf dieser Seite zeigt jemand eine (wenn auch schematische) Zeichnung von P. variana mit noch kleineren Gruben ...

Ich sehe gerade, das ist eine Kopie von einer besseren Zeichnung von Ute Grimm. Auch hier erkennt man gut die weit voneinander entfernten, um etwa ihren doppelten Durchmesser voneinander getrennten Gruben.

Auch diese merkwürdigen doppelten sackförmigen Strukturen, die wir bisher unbeachtet gelassen haben, sind in den Grafiken nicht zu finden ...

Werner, ist das die richtige extrahierte Epigyne/Vulva zur Spinne?

Arno

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