Bestimmungsfragen (Determination) > Knifflige Determination (Difficult determination)

Unklarer Spinnen-Kokon?

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Jonathan Neumann:
Das führt zwar gerade etwas weit weg von eigentlichen Frage (Spinnenkokon auf Zweig), aber folgendes kann ich mir nicht verkneifen:

Einige Arten, die auf Wachholder spezialisiert sind, nehmen Thuja gerne an und haben sich somit auch ausgebreitet. Die von Michael gezeigte Wacholder-Randwanze ist so ein Fall.

OT: Die Eichenschrecken sind räuber, ernähren werden sie sich von Thuja garantiert nicht :).

LG,
Jonathan

Tobias Bauer:
Das schreiben ja auch Proches et al. Einige wenige Arten schaffen den Sprung auf die neue Ressource, für viele Herbivoren ist das aber tatsächlich "totes Kapital". Betrachtet man kleine Gruppen, profitiert oft auch die eine oder andere wichtigere Art, oft Bestäuber. Im Durchschnitt überwiegen jedoch meist die negativen Effekte. Das ist ja auch logisch. Nichtindigene Pflanzen sind haben keine gemeinsame evolutionäre Geschichte mit dem Rest des Ökosystems. So werden sie auch nur von eurytopen Arten genutzt, Spezialisten fallen meist, bis auf einige, die z.B. an nahverwandte heimische Arten gehen, aus. Besonders problematisch ist es, wenn nichtindigene Arten diverse Pflanzengemeinschaften ersetzen (Rhododendroninvasion in England, verschiedene Kiefernarten in Südafrika, Opuntien in Australien), denn hier wird einer großen Menge an Arten der Lebensraum entzogen. Insgesamt braucht es da aber noch viel Forschung. Daher man Interesse an den Hyptiotes.

Jonathan Neumann:
Das Rhododendron n Problem ist, wusste ich gar nicht, danke.
Ja die Kiefern im Fynbos sind n gewaltiges Problem, da sie auch Wasser ziehen.

Zum Thema Wasser hätte ich noch ne andere frage, die den Bogen gerade noch weiter spannt:

Eingeführter Eukalpytus bzw deren plantagen sind ein gewaltiges problem, da sie mit ihrem großen Durst den grundwasserspiegel absenken. aber wenn Eukalyptus so durstig ist, warum beherrschen sie dann en trockendsten Kontinent. oder liegt es daran, dass einfach die "falschen Arten" eingeführt worden sind? (Der Rieseneukalyptus z.b kommt nur in nassen Wäldern vor).

Übrigens habe ich gestern das erste mal gesehen, dass Misteln auf Robinien wachsen, dabei bin ich jahrelang total oft an dieser Robinie vorbei gegangen. die Mistel wächst sogar besonders gut auf der Robinie, wegen dem zusätzlichen "Stickstoff-kick".

Lg,
jonathan

Tobias Bauer:
Das führt jetzt arg weit weg vom Thema. im Detail kenn ich mich da nicht aus. Invasive Arten verhalten sich im neuen Verbreitungsgebiet oft nicht so wie im Ursprungsgebiet. Zudem haben Bäume oft eine große/weite potentielle ökologische Nische, aber nur eine schmale/kleine realisierte. Kann gut sein, dass die Gattung das Potential hat, viel Wasser nutzen zu können, wenn es verhanden ist, das aber nicht muss. Die Waldkiefer wächst ja auch an den extremsten Standorten heran, teilweise auch zu großen Bäumen. Im Garten auf guter Erde, mit viel Licht und Wasser kann man ihr aber fast beim Wachsen zugucken, weil sie hier ihr Potential ausspielen kann. Die Buche kann das nicht, sie fällt auf extremen Standorten meist aus.

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